Ich sitze gerade hinter meinem Schreibtisch und lese einen Artikel der aktuellen Idea-Spektrum über den Eklat bei Johannes B. Kerner im Umgang mit Eva Herman.
Nun stell ich mir gerade die Frage ob ich Johannes B. Kerner wegen Diskriminierung anklagen soll. Kennt jemand vielleicht einen klagewilligen Anwalt? Da spricht der gute Johannes den Hausfrauen unserer Nation doch glatt den Status ab “voll anerkannte Mitglieder der Gesellschaft zu sein”. “Kerner sagte zu Eva: ‘Was ist denn die wahre Bestimmung der Weiblichkeit? [Das] ist doch nicht, zuhause zu sitzen und die Kinder groß zu ziehen. Sondern die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist doch, ein voll anerkanntes Mitglied einer Gesellschaft zu sein.’”
Da kann sich der gute Johannes aber freuen, dass die Auflage der Idea-Spektrum “nur” bei 30.000 liegt und somit nicht mit der (parteiischen) Springer Presse konkurieren kann. Ansonsten wäre er vielleicht seinen Job los, und nicht die Eva.
Ein klagewilliger Anwalt wird nicht reichen, da sind 30.000 plus viele X ! Zum Idea-Spektrum gesellten sich ja sofort noch andere christl. Stürmer, die auch gewohnheitsmässig zum Kreuzzug aufrufen – diesmal halt gegen Kerner und ZDf ; und immer gegen Heiden und Linke, gegen 68er sowieso.
Da wird nun also mal wieder wirklich lebendige Ökumene praktiziert und wenn man da so in Blogs und Foren schaut, muß man feststellen, dass der Mob schon ganz mächtig auf Trab gebracht wurde.
Bevor du nun also vorschnell NUR den Kerner anzuzeigen gedenkst, überlege, ob du sinnvollerweise nicht auch die anzeigst, auf die sich der gute Johannes in seiner Sendung ganz ausdrücklich bezog: auf Thea Dorn
Und, fast zwingend musst du dann natürlich überlegen, ob du nicht auch die anzeigen solltest, auf deren Buch sich Thea Dorn bezog; nämlich auf das reichlich ver(w)irrt klingende Blondchen und ihren Eva-Prinzip Sondermüll.
Am besten aber überlegst du ob es nicht doch ausreicht, einfach nur die christlichen Aufwiegler anzuzeigen, die der Eva und dem Mob diesen Sondermüll aufgeschwatzt haben.
Zitat:
Was die wahre Bestimmung des Weibes ist, hat es sich erst mal von den “gefährlichen Vorstellungen” befreit, verrät uns Eva natürlich auch: “Wenn wir uns zum Frausein bekennen und unserer Weiblichkeit folgen, werden viele Entscheidungen wesentlich einfacher, weil sie vorgezeichnet sind. Die Gestaltung eines Heims, einer Partnerschaft, in der wir an der Seite eines Mannes segensreich wirken können, das Leben in einer Familie mit Kindern, die uns zwar einiges abverlangen, doch mindestens ebenso viel Lebenskraft, Glück und reiche Erfahrungen schenken – all das ist wichtiger als das quietschende Hamsterrad.” Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Was meint Eva mit dem Hamsterrad? Schlagen Sie nach bei Rosenberg: “Hinzu kam nun aber als verstärkendes Moment die sich durch Welthandel und Überindustrialisierung zuspitzende soziale Lage. Die Frauen waren gezwungen, ihren Männern in der Fabrik behilflich zu sein, um das Leben der Familie zu fristen.” Sollte Ihnen diese Formulierung der Kapitalismuskritik zu männlich-terminologisch klingen, hier ist die weiblich-empathische: “Es ist unumgänglich, eine Wahrheit auszusprechen, die so gar nicht zum heldenhaften Begriff der Selbstverwirklichung passt: Oftmals ist er nur ein Deckmantel für wirtschaftliche Zwangslagen, die Frauen ungewollt in belastende Arbeitsverhältnisse drängen.”
vollständiger Artikel siehe http://www.theadorn.de/site/texconBraun.htm
PS
stopp, reg dich ab, ich glaub natürlich nicht im Traum, dass christliche Aufwiegler dich zur Teilnahme am Kreuzzug bewegen könnten, war nur Spass