Angeregt durch idea und Ron kommen hier ein paar Gedanken zur ganzen Christival-Debatte, die immer weitere Kreise zieht.
Als bekannt wurde, dass Beck sich gegen das Seminar zum Thema “Homosexualität” ausgesprochen hatte und die Veranstalter binnen kürzester Zeit das Seminar zurückgezogen haben, machte sich in mir ein Unverständnis breit, dass ich nicht besser als Parzany hätte ausdrücken können. Mag man über idea denken was man will, der Aufruf, dass man aufstehen soll, wenn man Christ ist, ist längst überfällig.
Als ich in Gießen vor meinen Kommilitonen an der FTA mein Unverständnis über diese schnelle (vielleicht voreilige?) Entscheidung äußerte, habe ich (fast) durchweg Widerspruch geerntet. Das die Christen kollektiv schweigen und vor der homosexuellen Bewegung zu kapitulieren scheinen ist erschreckend.
Die Forderung von Seiten der Christen ist die gleiche wie die der Homosexuellen: Freie Meinungsäußerung und Toleranz!!!
Lieber Herr Beck, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.
Steht auf wenn ihr Christen seid.
das was wird immer ein problem sein aufzustehen und position zu beziehen
ich hätte das seminar auch nicht zurück gezogen
Es ist nach wie vor erschreckend, zu beobachten, wie evangelikaler Fundamentalismus sich anschickt, Homosexuelle zu “heilen”! Gleichwie ersich anschickt, Juden zu bekehren und alternative Meinungen als Gottessünde zu definieren, wird m.E. eine Alibischlacht gegen vermeintlich verlorene Seelen gefochten. Mein homosexueller Mitbruder ist ein Mensch unter Gottes Gnade, wie jeder andere Mensch – diese Konzept nannte man bisher Aufklärung!
Dass Menschen alternative Meinungen und Möglichkeiten der Veränderungen aufgezeigt wurden und ihnen auch das Recht zugestanden wurde sich verändern zu dürfen, ebenso wie die Bibel als Maßstab anzuerkennen und Dinge die sie als Sünde bezeichnet ebenfalls als Sünde zu bezeichnen nannte man bisher Meinungs- und Religionsfreiheit. Doch anscheinend sollen unter dem Deckmantel der Aufklärung diese Rechte beschnitten werden.
Hasst die Sünde aber liebt den Sünder!
Dieses Prinzip bleibt bestehen. Doch bei aller Liebe bleibt die Sünde dennoch Sünde. Und du hast recht, auch ein “homosexueller Mitbruder ist ein Mensch unter Gottes Gnade”, was aber nichts daran ändert, dass Homosexualität dennoch Sünde ist. Und genau für diese Menschen ist Jesus auf diese Welt gekommen. Um Sünder aus ihrer Schuld und Sünde zu befreien.